Bildung - Zukunft - Südtirol

Geschichte des Bildungswesens in Südtirol

1586: Erzherzog Ferdinand II, Landesfürst in Tirol,
erlässt die erste Schulordnung. Sie dient vor allem der
Förderung der katholischen Religion, ermöglicht aber
den Aufbau eines ziemlich umfassenden Schulwesens
in Tirol.

1774: Kaiserin Maria Theresia erlässt die „allgemeine
Schulordnung“. Die Schulpflicht wird auf 6 Jahre
erhöht.

1919: Die Schule in Südtirol wird nach dem italienischen
Schulsystem, das eine fünfjährige Schulpflicht
vorsieht, gestaltet.

1923: Die deutsche Unterrichtssprache wird sukzessive
durch die italienische Sprache ersetzt. Ab 1929 darf in
den Schulen kein Wort in deutscher Sprache gesprochen
werden. In Südtirol entstehen im Untergrund
Geheimschulen, Katakombenschulen genannt.

1945: Die alliierten Besatzungsmächte genehmigen die
Errichtung deutschsprachiger Schulen. Mit dem ersten
Autonomiestatut wird das Recht auf Schule in der
Muttersprache abgesichert.

1972: Mit dem Autonomiestatut werden dem Land
Südtirol viele Zuständigkeiten übertragen. In der Folge
werden die Landesschulämter errichtet, die Schulfürsorge
ausgebaut, das Kindergarten- und Berufsschulwesen
gefördert.

1991: Die Ausbildung der Grundschullehrpersonen
und der Kindergärtner/-innen wird auf universitäre
Ebene gehoben.

1997: Die Freie Universität Bozen wird gegründet.

2000: Die Autonomie der Schule wird mit dem
Landesgesetz geregelt.

2007: Das neue Bildungs-Leitbild kombiniert Expertenwissen
und Bürgermeinung für zukunftsorientierte
Bildung – von allen für alle!

In die Zukunft schauen